Evangeliar

Short form

Evangeliar / St. Gallen , Letztes Viertel des 9. Jahrhunderts
1 Band (324 Blätter) : mit Buchschmuck/Illustration ; 22 x 19-19,5 cm - Pergament
  • St. Gallen, KB Vadiana SG, VadSlg Ms 294

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264 0 |a St. Gallen  |c Letztes Viertel des 9. Jahrhunderts 
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506 |a Es gelten die Benutzungsbestimmungen für den Sonderlesesaal 
510 4 |a Scherer, Gustav. - Verzeichniss der Manuscripte und Incunabeln der Vadianischen Bibliothek in St. Gallen, St. Gallen 1864, S. 73f. 
510 4 |a Von Euw, Anton. - Die St. Galler Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts. - St. Gallen 2008, Bd. 1, S. 145f. und 415–417, Nr. 102, Bd. 2, S. 300f., Abb. 411–414 
520 |a Zu ergänzen: 155r-322v Evangelium secundum Lucam; Evangelium secundum Iohannem; Aurelius Augustinus: De consensu evangelistarum, lib. 3, cap. 69 et 83 
546 |a Lateinisch 
561 |a Auf dem Einbandleder des Vorderdeckels oben mit Tinte Liber [...] , Rest abgeschabt, unten kopfstehend mit Tinte [L]ib[er] est s. (?) Galli, beide 14.–15. Jh. Um 1550 wohl nicht mehr im Kloster; der zu dieser Zeit in den Klosterhandschriften angebrachte Stempel (Agnes Wegmann, Schweizer Exlibris bis zum Jahre 1900, Bd. 1, Zürich 1933, Nr. 2563) fehlt. Gelangte in der 2. Hälfte des 17. Jhs. an die Bürgerbibliothek St. Gallen und ist verzeichnet in den Nachträgen zum Handschriftenkatalog der Stadtbibliothek St. Gallen von 1649, VadSlg Ms. 8a, 6v unter den Libri manuscripti in 4° mit der Signatur A 66: 4. Evangel. in Membrana. Alte Signaturen: auf der Lasche vor dem langen Schnitt B 21, im vorderen Spiegel B 38 
561 |a Geschrieben im Kloster St. Gallen 
563 |a Originaleinband des 9.–10. Jhs. Heftung auf drei doppelte Bünde aus Pflanzenfasern, Deckelverbindung karolingisch. Rote, gelbe und grüne Kapitale, oben und unten gebrochen. Überstehende Lederlappen, innen mit dunkelrotem Seidenbrokat gefüttert und zusammen mit der Kapitale an Kopf und Schwanz mit farbigem Garn (rot, gelb und grün) umwickelt. Ehemals mit gelb-rot-grünem Seidenbrokat bezogen, Stücke davon im Spiegel und auf der Aussenseite der Lederlappen erhalten. Ehemals zwei nach hinten greifende Kantenschliessen, Lederriemen und kleiner Rest von derem Bezug mit Seidenbrokat erhalten. Rostflecken der ehemaligen Schliessennägel auf Bl. 1–3 . Der ganzer Einband im Spätmittelalter mit zusätzlichem Überzugsleder zum Hülleneinband ergänzt, die Einschläge im Vorderdeckel vernäht, überstehendes Leder an den Kanten unten und oben später abgeschnitten, nur Lasche über dem langen Schnitt erhalten. Spiegelblätter Pergament, abgelöst. Spiegelblatt vorn (= Ir–v ) siehe Textnachweise; Spiegelblatt hinten (323r-v) Einzelblatt mit gleicher Liniierung wie der Buchblock, oberes Drittel des Blattes abgeschnitten. 
581 |a Merton, Adolf. - Die Buchmalerei in St. Gallen: vom neunten bis zum elften Jahrhundert, Leipzig 1912, S. 49 und Tafel 40 
581 |a Landsberger, Franz. - Der St. Galler Folchart-Psalter. Eine Initialstudie, St. Gallen 1912, S. 15–18 
581 |a Bruckner, Albert Scriptoria medii aevi helvetica. Denkmäler schweizerischer Schreibkunst des Mittelalters, Bd. 3. - Genf 1938, S. 39, 42, 52f. und Tafel 22 
581 |a Bischoff, Bernhard. - Handschriftenarchiv, MGH Hilfsmittel 16. - München 1997, Fiche 16 (Aufzeichnungen vom 14. VI. 1937) 
581 |a Mentzel-Reuters, Arno. - Ein Evangeliar aus der St. Galler Schreibschule unter Salomon III.: ÖB Aachen, Cod. Wings 1, in: Aachener Kunstblätter 59 (1991-1993), S. 71-83 
583 1 |b Verzeichnung=Description=Inventaire  |c 2009  |i Beschreibung der Handschrift für e-codices  |k Monika Studer und Rudolf Gamper 
583 1 |b Verzeichnung=Description=Inventaire  |c Mail 2014  |i Adaption der Beschreibung in e-codices  |k Rudolf Gamper 
596 3 1 |g Ir  |t Stempel, sonst leer 
596 3 0 |g Iv  |t Originalbrief an den Pönitentiar Frater Henricus O. P., den Rücktritt des Churer Bischofs vom 11. Okt. 1248 betreffend  |r Papst Innozent IV.  |v Clavadetscher, Otto P. - Eine neue Quelle zur Geschichte des Streits um den Churer Bischofsstuhl im 13. Jahrhundert, in: Montfort 49 (1997), S. 231 und Abb. S. 233 
596 3 1 |g 1r  |t leer 
596 3 0 |g 1v–8v RB 594.  |t Prologi  |i >Incipit epistula Hieronimi presbiteri ad Damasum papam<. Beato papae ... Novum opus ... – ... [5v] papa beatissime. [6r–6v leer. 7r] >Hieronymus Damaso papaeIncipit argumentum Hieronymi in Matheum<. Matheus qui et Levi ...  |v Stegmüller, Repertorium biblicum Nr.595 und 601 
596 3 1 |g 9r–9v  |t leer 
596 3 0 |g 10r–16v  |t Canones evangeliorum  |i >Incipit argumentum in Matheum Iheronymi<. Plures fuisse ...  |s ab 11r Can. I – Can. X, verteilt auf 12 Seiten, 11r , 11v und 14v–15v mit 4 Kolumnen, die übrigen mit 3 Kolumnen  |v Argumentum: Exzerpt aus RB 596 (Hieronymus, CC 77, S. 1f. , Zeile 1–13, 20f. und 24–30) 
596 3 1 |g 17r  |t leer 
596 3 0 |g 17v–95r  |t Evangelium secundum Mattheum Auf den linken Rändern eusebianische Kapitel- und Kanonesziffern.  |i >In Christi nomine incipit evangelium secundum Matheum<. [18r Text:] Liber generationis ... – ... consummationem saeculi. >Explicit evangelium secundum Matheum<  |v Bonifatius Fischer. - Die lateinischen Evangelien bis zum 10. Jahrhundert, Bd. 1: Varianten zu Matthäus. - Freiburg 1988 verzeichnet Varianten der Hs. unter der Sigle Kv 
596 3 0 |g 95v–154v  |t Evangelium secundum Marcum  |i [Prologe:] >Praefatio Bedae presbyteri in Marcum evangelistam<. Quae causa fuerit Marco evangelii scribendi breviter insinuandum est. Cum Romanę urbi clarum veri dei lumen prędicante ... – ... [97r] quae universis Christi ecclesiis foret imitabilis ostendit. [97r] >Item Hieronymus<. Marcus interpres apostoli Petri et Alexandrinę ecclesię primus episcopus. [97r] >Incipit argumentum evangelii secundum Marcum<. Marcus evangelista dei et Petri in baptismate filius ... [98r Text:] >Incipit evangelium secundum MarcumExplicit evangelium secundum Marcum<  |s Auf den linken Rändern eusebianische Kapitel- und Kanonesziffern  |v Prologe: Exzerpt aus Beda Venerabilis, Paraenetica, PL 94, Sp. 688A–D; Exzerpt aus RB 596 (Hieronymus, CC 77, S. 2, Zeile 31–34); Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 607  |v Bonifatius Fischer. - Die lateinischen Evangelien bis zum 10. Jahrhundert. Bd. 2: Varianten zu Markus. - Freiburg 1989, verzeichnet Varianten der Hs. unter der Sigle Kv 
596 0 |a Pergament 
596 0 |b Lagen: III⁶ + II¹⁰ + III¹⁶ + 11 IV¹⁰⁴ + 14 V²⁴⁴ + III²⁵⁰ + 6 V³¹⁰ + VI³²² 
596 0 |c Neuere Foliierung I. 1–323 
596 1 |a Incipits und Explicits in roter, 5v und 154v in schwarzer Rustica, Textinitien sowie Initien der Kapitel über die Osterzeit (Mc 14, Lc 22, Lc 24, Io 18, Io 20) in schwarzer Rustica oder Unziale, 17v rot mit Silber- und Goldfüllung, 155v in silberner und goldener Rustica, 251r in goldener Rustica. 4v Übersicht über die Kanontafeln in Rustica wechselnd rot und schwarz. Satzmajuskeln rot, mit Silber oder Gold gefüllt, gelegentlich goldene Satzmajuskeln. Bei den Prologen 3–4zeilige rote Majuskeln, 1v mit silbernen Randleisten und goldenen Blättern als Stammfülllung 
596 1 |b Kanontafeln unter silbernen und goldenen, rot konturierten Säulenbogen mit Säulenbasen und Kapitellen  |3 11r–16v 
596 1 |b Bei den Evangelien Initialzierseiten, 17v auch Incipitseite mit ganzseitigen silbernen und goldenen, rot konturierten Initialen, silbernen und goldenen Blättern als Füllmotive und grünen Punkten. Textinitien in Kapitalis quadrata und Unziale, wechselnd in Silber und Gold  |3 17v, 18r, 99r, 156r, 252r 
596 1 |d Blindliniierung. Schriftraum 14 x 10,5, 16 Zeilen.  |e Karolingische Minuskel von mehreren Händen, Händewechsel z. B. 154v /156v , 318r /318v 
596 1 |f Korrekturen und Varianten von zeitgenössischen Händen, z. B. 4r, 106r, 168r, 259r, 311r, zum Teil auf Rasur. 97v–98r interlineare und marginale Glossen und 322v Nachtrag von der Hand Ekkeharts IV., 11. Jh. (so bereits Bernhard Bischoff, 1937), teilweise auf Rasur. 323r an unteren Rand Federprobe Anno domini millesimo, 13. Jh. 247r Griffelglosse Ioh 9 (?). Auf den Rändern Kapitelzählung gemäss der Pariser Bibel in römischen Zahlen, 15./16. Jh. Auf dem Einschlag des Papstbriefs im vorderen Spiegel: Est bonus et antiquus codex, 18. Jh. 
655 7 |a Handschrift  |2 gnd-content 
690 |a Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 595  |2 han-A4 
690 |a Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 601  |2 han-A4 
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690 |a Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 607  |2 han-A4 
690 |a Ehemalige Signatur: Standort: Stadtbibliothek St. Gallen, Handschriften. Signatur: B 38 Hinweis: Alte Signatur (18. Jh.) mit Rötelstift im Spiegel vorn eingetragen  |e B 38  |2 han-A5 
700 0 |a Eccardus  |b IV.  |c Sangallensis  |d 980-1056  |0 (DE-588)118529722  |e Annotator  |4 ann 
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Basic information

Call number:
  • St. Gallen, KB Vadiana SG, VadSlg Ms 294
Type of document:
Text manuscript
Digital reproduction:
Title:
Evangeliar
Details of origin:
St. Gallen, Letztes Viertel des 9. Jahrhunderts
Time of origin:
q; 0875; 0899
Physical description:
1 Band (324 Blätter); mit Buchschmuck/Illustration; 22 x 19-19,5 cm
Physical characteristics:
  • Pergament

Search entries

Person:
Place (standardised):
Place:
Subject - form:

Content and structure

Contents:
Zu ergänzen: 155r-322v Evangelium secundum Lucam; Evangelium secundum Iohannem; Aurelius Augustinus: De consensu evangelistarum, lib. 3, cap. 69 et 83
  • [Ir]. Stempel, sonst leer
  • [Iv]. Originalbrief an den Pönitentiar Frater Henricus O. P., den Rücktritt des Churer Bischofs vom 11. Okt. 1248 betreffend. Papst Innozent IV.. Clavadetscher, Otto P. - Eine neue Quelle zur Geschichte des Streits um den Churer Bischofsstuhl im 13. Jahrhundert, in: Montfort 49 (1997), S. 231 und Abb. S. 233
  • [1r]. leer
  • [1v–8v RB 594.]. Prologi. >Incipit epistula Hieronimi presbiteri ad Damasum papam<. Beato papae ... Novum opus ... – ... [5v] papa beatissime. [6r–6v leer. 7r] >Hieronymus Damaso papae<Sciendum etiam ne quem ... [8r] >Incipit argumentum Hieronymi in Matheum<. Matheus qui et Levi .... Stegmüller, Repertorium biblicum Nr.595 und 601
  • [9r–9v]. leer
  • [10r–16v]. Canones evangeliorum. >Incipit argumentum in Matheum Iheronymi<. Plures fuisse .... ab 11r Can. I – Can. X, verteilt auf 12 Seiten, 11r , 11v und 14v–15v mit 4 Kolumnen, die übrigen mit 3 Kolumnen. Argumentum: Exzerpt aus RB 596 (Hieronymus, CC 77, S. 1f. , Zeile 1–13, 20f. und 24–30)
  • [17r]. leer
  • [17v–95r]. Evangelium secundum Mattheum Auf den linken Rändern eusebianische Kapitel- und Kanonesziffern.. >In Christi nomine incipit evangelium secundum Matheum<. [18r Text:] Liber generationis ... – ... consummationem saeculi. >Explicit evangelium secundum Matheum<. Bonifatius Fischer. - Die lateinischen Evangelien bis zum 10. Jahrhundert, Bd. 1: Varianten zu Matthäus. - Freiburg 1988 verzeichnet Varianten der Hs. unter der Sigle Kv
  • [95v–154v]. Evangelium secundum Marcum. [Prologe:] >Praefatio Bedae presbyteri in Marcum evangelistam<. Quae causa fuerit Marco evangelii scribendi breviter insinuandum est. Cum Romanę urbi clarum veri dei lumen prędicante ... – ... [97r] quae universis Christi ecclesiis foret imitabilis ostendit. [97r] >Item Hieronymus<. Marcus interpres apostoli Petri et Alexandrinę ecclesię primus episcopus. [97r] >Incipit argumentum evangelii secundum Marcum<. Marcus evangelista dei et Petri in baptismate filius ... [98r Text:] >Incipit evangelium secundum Marcum<Initium evangelii Ihesu Christi ... – ... sequentibus signis>Explicit evangelium secundum Marcum<. Auf den linken Rändern eusebianische Kapitel- und Kanonesziffern. Prologe: Exzerpt aus Beda Venerabilis, Paraenetica, PL 94, Sp. 688A–D; Exzerpt aus RB 596 (Hieronymus, CC 77, S. 2, Zeile 31–34); Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 607. Bonifatius Fischer. - Die lateinischen Evangelien bis zum 10. Jahrhundert. Bd. 2: Varianten zu Markus. - Freiburg 1989, verzeichnet Varianten der Hs. unter der Sigle Kv

Notes

Language, writing:
Lateinisch

History

History of origin, possession and collection:
Auf dem Einbandleder des Vorderdeckels oben mit Tinte Liber [...] , Rest abgeschabt, unten kopfstehend mit Tinte [L]ib[er] est s. (?) Galli, beide 14.–15. Jh. Um 1550 wohl nicht mehr im Kloster; der zu dieser Zeit in den Klosterhandschriften angebrachte Stempel (Agnes Wegmann, Schweizer Exlibris bis zum Jahre 1900, Bd. 1, Zürich 1933, Nr. 2563) fehlt. Gelangte in der 2. Hälfte des 17. Jhs. an die Bürgerbibliothek St. Gallen und ist verzeichnet in den Nachträgen zum Handschriftenkatalog der Stadtbibliothek St. Gallen von 1649, VadSlg Ms. 8a, 6v unter den Libri manuscripti in 4° mit der Signatur A 66: 4. Evangel. in Membrana. Alte Signaturen: auf der Lasche vor dem langen Schnitt B 21, im vorderen Spiegel B 38
Geschrieben im Kloster St. Gallen
Former call number:
Ehemalige Signatur: Standort: Stadtbibliothek St. Gallen, Handschriften. Signatur: B 38 Hinweis: Alte Signatur (18. Jh.) mit Rötelstift im Spiegel vorn eingetragen; B 38

Binding

Binding:
Originaleinband des 9.–10. Jhs. Heftung auf drei doppelte Bünde aus Pflanzenfasern, Deckelverbindung karolingisch. Rote, gelbe und grüne Kapitale, oben und unten gebrochen. Überstehende Lederlappen, innen mit dunkelrotem Seidenbrokat gefüttert und zusammen mit der Kapitale an Kopf und Schwanz mit farbigem Garn (rot, gelb und grün) umwickelt. Ehemals mit gelb-rot-grünem Seidenbrokat bezogen, Stücke davon im Spiegel und auf der Aussenseite der Lederlappen erhalten. Ehemals zwei nach hinten greifende Kantenschliessen, Lederriemen und kleiner Rest von derem Bezug mit Seidenbrokat erhalten. Rostflecken der ehemaligen Schliessennägel auf Bl. 1–3 . Der ganzer Einband im Spätmittelalter mit zusätzlichem Überzugsleder zum Hülleneinband ergänzt, die Einschläge im Vorderdeckel vernäht, überstehendes Leder an den Kanten unten und oben später abgeschnitten, nur Lasche über dem langen Schnitt erhalten. Spiegelblätter Pergament, abgelöst. Spiegelblatt vorn (= Ir–v ) siehe Textnachweise; Spiegelblatt hinten (323r-v) Einzelblatt mit gleicher Liniierung wie der Buchblock, oberes Drittel des Blattes abgeschnitten.

Book block / Inner book

Support:
Pergament
Sections:
Lagen: III⁶ + II¹⁰ + III¹⁶ + 11 IV¹⁰⁴ + 14 V²⁴⁴ + III²⁵⁰ + 6 V³¹⁰ + VI³²²
Foliations:
Neuere Foliierung I. 1–323

Design

Rubrications:
Incipits und Explicits in roter, 5v und 154v in schwarzer Rustica, Textinitien sowie Initien der Kapitel über die Osterzeit (Mc 14, Lc 22, Lc 24, Io 18, Io 20) in schwarzer Rustica oder Unziale, 17v rot mit Silber- und Goldfüllung, 155v in silberner und goldener Rustica, 251r in goldener Rustica. 4v Übersicht über die Kanontafeln in Rustica wechselnd rot und schwarz. Satzmajuskeln rot, mit Silber oder Gold gefüllt, gelegentlich goldene Satzmajuskeln. Bei den Prologen 3–4zeilige rote Majuskeln, 1v mit silbernen Randleisten und goldenen Blättern als Stammfülllung
Initials:
Kanontafeln unter silbernen und goldenen, rot konturierten Säulenbogen mit Säulenbasen und Kapitellen
Bei den Evangelien Initialzierseiten, 17v auch Incipitseite mit ganzseitigen silbernen und goldenen, rot konturierten Initialen, silbernen und goldenen Blättern als Füllmotive und grünen Punkten. Textinitien in Kapitalis quadrata und Unziale, wechselnd in Silber und Gold
Page layout:
Blindliniierung. Schriftraum 14 x 10,5, 16 Zeilen.
Writing:
Karolingische Minuskel von mehreren Händen, Händewechsel z. B. 154v /156v , 318r /318v
Additions:
Korrekturen und Varianten von zeitgenössischen Händen, z. B. 4r, 106r, 168r, 259r, 311r, zum Teil auf Rasur. 97v–98r interlineare und marginale Glossen und 322v Nachtrag von der Hand Ekkeharts IV., 11. Jh. (so bereits Bernhard Bischoff, 1937), teilweise auf Rasur. 323r an unteren Rand Federprobe Anno domini millesimo, 13. Jh. 247r Griffelglosse Ioh 9 (?). Auf den Rändern Kapitelzählung gemäss der Pariser Bibel in römischen Zahlen, 15./16. Jh. Auf dem Einschlag des Papstbriefs im vorderen Spiegel: Est bonus et antiquus codex, 18. Jh.

References

Bibliographical reference:
  • Scherer, Gustav. - Verzeichniss der Manuscripte und Incunabeln der Vadianischen Bibliothek in St. Gallen, St. Gallen 1864, S. 73f.
  • Von Euw, Anton. - Die St. Galler Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts. - St. Gallen 2008, Bd. 1, S. 145f. und 415–417, Nr. 102, Bd. 2, S. 300f., Abb. 411–414
Literature:
  • Merton, Adolf. - Die Buchmalerei in St. Gallen: vom neunten bis zum elften Jahrhundert, Leipzig 1912, S. 49 und Tafel 40
  • Landsberger, Franz. - Der St. Galler Folchart-Psalter. Eine Initialstudie, St. Gallen 1912, S. 15–18
  • Bruckner, Albert Scriptoria medii aevi helvetica. Denkmäler schweizerischer Schreibkunst des Mittelalters, Bd. 3. - Genf 1938, S. 39, 42, 52f. und Tafel 22
  • Bischoff, Bernhard. - Handschriftenarchiv, MGH Hilfsmittel 16. - München 1997, Fiche 16 (Aufzeichnungen vom 14. VI. 1937)
  • Mentzel-Reuters, Arno. - Ein Evangeliar aus der St. Galler Schreibschule unter Salomon III.: ÖB Aachen, Cod. Wings 1, in: Aachener Kunstblätter 59 (1991-1993), S. 71-83
Finding aids:
Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 595
Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 601
Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 594
Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 596
Stegmüller, Repertorium biblicum Nr. 607

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Terms of access:
Es gelten die Benutzungsbestimmungen für den Sonderlesesaal
Metadata Copyright:
Die Katalogdaten stehen unter der Lizenz CC-BY zur Weiternutzung zur Verfügung.

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Internal processing:
  • Verzeichnung=Description=Inventaire; 2009; Beschreibung der Handschrift für e-codices; Monika Studer und Rudolf Gamper
  • Verzeichnung=Description=Inventaire; Mail 2014; Adaption der Beschreibung in e-codices; Rudolf Gamper

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System control number:
9972411192705504
Different System Control Number:
  • (HAN)000207482DSV05
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